Neuer Wohnraum in Unternberg

Nach vielen Investitionen in die bestehende Infrastruktur und in den Hochwasserschutz wird jetzt zusätzliches Bauland gesichert.
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Bürgermeister Josef Wind.
Bürgermeister Josef Wind.
SN/perner

Mit April 2016 wurde das räumliche Entwicklungskonzept (REK) der Gemeinde Unternberg rechtskräftig. Seit 2011 war dieser Prozess im Gange, er wurde nun nach fünf Jahren abgeschlossen. "Durch unseren umfassenden Hochwasserschutz ist eine zusätzliche Erweiterung der räumlichen Entwicklung möglich geworden. Nachfrage nach Wohnraum war bei uns immer da. Jedoch mussten wir durch die Verzögerung leider in Kauf nehmen, dass aufgrund der Wartezeit einige junge Familien abwanderten", sagt Bürgermeister Josef Wind (ÖVP).

In weiterer Folge kommt es jetzt zu den Umwidmungsverfahren von Grünland in Bauland. Dadurch sollen künftig in Unternberg zwei weitere Wohnbaugebiete folgen. Bei der Ortseinfahrt West werden in der ersten Phase neun Bauplätze ausgewiesen. Beim Standort Gfrererfeld gibt es ein größeres Aufschließungsgebiet mit 21 Bauplätzen. In der ersten Phase werden zwölf Flächen umgewidmet. Aktuell laufen bereits die Prüfungsverfahren hinsichtlich Geologie, Aufschließung und Zufahrt. "Wir als Gemeinde sind sehr bestrebt, dass das REK durch dementsprechende Widmungen auch umgesetzt werden kann." Im Gespräch ist jeweils ein Linksabbieger im Straßenverkehr bei beiden Baugebieten entlang der B 96, Murtalstraße. "Auf die Gemeinde kommen dadurch hohe Kosten zu", sagt Wind.

In Unternberg wurde in den letzten zehn Jahren fleißig in die bestehende Infrastruktur investiert. Sportplatz, Gemeindehaus, Kindergarten und Volksschule wurden für die 1021 Gemeindebürger auf den neuesten Stand der Technik gebracht. "Diese Investitionen sind der Grundstein für junge Familien. Natürlich wollen wir mit diesen Widmungen auch die Einwohnerzahl steigern." Durch die Maßnahmen beim Hochwasserschutz, der bis Ende des Jahres fertiggestellt wird, ist es auch möglich, neue Gewerbeflächen im Bereich Neggerndorf und im Gewerbegebiet West zur Verfügung zu stellen.

"Dadurch gibt es Möglichkeiten zur Standorterweiterung von bestehenden Firmen und Neuansiedlungen. Unternberg ist bereits ein guter, zentraler Wirtschaftsstandort im Lungau. Jetzt besteht die Möglichkeit, auch im Bereich Wirtschaft weiter zu wachsen. In Zukunft wäre es natürlich wünschenswert, wenn wir in Unternberg wieder einen Nahversorger ansiedeln könnten", sagt der Ortschef. Aktuell ist die Gemeinde zusätzlich laufend mit Straßensanierungen beschäftigt. 2017 folgt im Bereich entlang des Hochwasserschutzes die Gestaltung der Außenanlagen. Als weitere künftige Projekte werden die Erweiterung des Bauhofs und die Erweiterung des Friedhofs mit Urnenbestattung als dringend notwendig genannt.


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