Aktuelles & Trends

Einbrecher kommen durchs Fenster - So schützen Sie sich!

Um sich vor Einbrüchen zu schützen, gilt es gezielte sicherungstechnische Maßnahmen zu setzen. Vor allem die Fenster sollten sicher sein.

Verschließbare Fenstergriffe können dazu beitragen, einen Einbruch. SN/fotolia/thombach
Verschließbare Fenstergriffe können dazu beitragen, einen Einbruch.

Ein Einbruch in die eigenen vier Wände ist für die betroffenen Bewohner meist ein großer Schock. Nicht allein materielle Verluste gilt es dann zu verkraften, sondern auch das Wissen, dass sich fremde Personen in den privatesten Räumen aufgehalten haben. Gestohlene Wertgegenstände können im besten Fall ersetzt werden, der Schock über die verletzte Privatsphäre hinterlässt jedoch oft ein dauerhaft mulmiges Gefühl - das bisherige Sicherheitsgefühl im eigenen Zuhause geht verloren.

Präventionsmaßnahmen treffen

Doch was können wir tun, um einen Einbruch möglichst zu verhindern? Das Bundeskriminalamt liefert dazu wichtige Präventionstipps. Demnach trägt zum einen das richtige Verhalten maßgeblich dazu bei, Einbrüche und Diebstähle zu vereiteln, etwa indem man regelmäßig die Post vor dem Haus oder der Wohnung entfernen lässt, während man im Urlaub ist. Aber auch elektronische und mechanische Maßnahmen wie Bewegungsmelder oder Sicherheitskameras können einen großen Beitrag zur Sicherheit leisten.

Einbruchschutz speziell für Fenster und Terassentüren

Da Einbrecher vorzugsweise Terrassentüren oder an der Hausrückseite gelegene Fenster aufbrechen, ist es zudem ratsam, unter anderem genau dort sicherheitstechnische Maßnahmen zu setzen. Denn ein Fenster muss nicht unbedingt gekippt oder gar geöffnet sein, um Einbrechern quasi eine Einladung in die Wohnräume auszusprechen. Auch geschlossene Fenster mit fehlender oder ungenügender Sicherheitstechnik sind ruckzuck aufgebrochen.
Laut einer Studie aus Großbritannien trägt allein der Anschein stabiler Fenster und Türen zu 55 Prozent dazu bei, einen Einbruch zu verhindern. Wirksamere Faktoren, potenzielle Einbrecher von der geplanten Tat abzuhalten, sind demnach lediglich die Anwesenheit von Personen im Gebäude, Alarmanlagen sowie sichtbare Überwachungskameras.

Einbruchshemmende Fenster:
Um Fenster optimal zu sichern, empfiehlt das Bundeskriminalamt den Einbau von einbruchshemmenden Fenstern beziehungsweise Fensterelementen. Einen hohen Widerstand gegen das mutwillige Aufhebeln eines Fensters gewährleisten beispielsweise Beschläge mit Pilzkopfzapfen und Zwillingsbolzenverschlüssen aus gehärtetem Stahl.

Sicheres Fensterglas:
Auch auf das Fensterglas sollte man ein besonderes Augenmerk richten. Denn oft ist dieses Element die schwächste Stelle des Fensters. Sogenanntes Verbundsicherheitsglas besteht aus mindestens zwei Einzelgläsern, die durch eine elastisch-zähe, widerstandsfähige Folie verbunden sind.

Dieser spezielle Aufbau erschwert nicht nur das Durchschlagen der Scheibe, sondern schützt zudem vor Verletzungen, sollte es doch zum Bruch kommen. In diesem Fall bleiben die Glassplitter einfach auf der Folie haften. Laut der Präventionstipps des Bundeskriminalamts zur Verhinderung von Einbrüchen sollte es sich bei einem einbruchshemmenden Glas zumindest um ein Dreifachisolierglas handeln.

Abschließbarer Fenstergriff:
Neben dem Fensterglas sollten auch die Fenstergriff gesichert werden. Empfohlen wird dabei ein abschließbarer Fenstergriff.

Die Gesamtkonstruktion Fenster:
Grundsätzlich gilt: Erst wenn alle Komponenten wie Fensterrahmen, Beschläge, Fenstergriff und Glas aufeinander abgestimmt sind, ergibt sich daraus ein sicheres Fenster. Die Gesamtkonstruktion sollte dann keine Schwachpunkte aufweisen und so beschaffen sein, dass sie - vor allem wenn die Fenster leicht zugänglich sind - Körpergewalt und einfachen Werkzeugen standhält.

Aufgerufen am 07.04.2020 um 07:15 auf https://immo.sn.at/immo-ratgeber/aktuelles-trends/einbrecher-kommen-durchs-fenster-so-schuetzen-sie-sich-70665613

Schlagzeilen