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Badtrends aus Salzburg - So soll das Bad von heute aussehen

Hochwertig, groß, barrierefrei: So wünschen sich die meisten Menschen ihr neues Badezimmer. Was außerdem sein muss - und was kühles Metall damit zu tun hat.

Große barrierefreie Bäder kombiniert mit besonderen Wohnaccessoires aus Metall. SN/getty images/istockphoto/achriviz
Große barrierefreie Bäder kombiniert mit besonderen Wohnaccessoires aus Metall.

"Wer aus Platzgründen nur für eine Dusche oder eine Badewanne Raum hat, der entscheidet sich überwiegend für die Dusche", sagt Silvester Schattauer. Er ist stellvertretender Innungsmeister für Installateure in der Wirtschaftskammer Salzburg. In seiner täglichen Arbeit stellt er fest, dass Bäder immer seltener neu gebaut, dafür immer öfter erneuert werden. Seine Kundinnen und Kunden legen ihr Augenmerk auf hochwertige Materialien. "Wenn es der Wohnraum zulässt, werden Bäder heute auch um einiges größer als noch vor zehn, zwölf Jahren geplant", berichtet Schattauer.

Trend 1: Barrierefreies Badezimmer

Hohen Stellenwert hat stets die Barrierefreiheit. Schon junge Leute denken seiner Erfahrung nach früh über die Möglichkeit nach, später mit einem Rollstuhl bis unter das Wasser zu kommen. "Mit einer Duschrinne funktioniert es bestens, dass auch gehbehinderte Menschen leicht zurechtkommen. Im besten Fall hat auch noch eine Pflegekraft ausreichend Platz, um zu helfen."

Trend 2: Die Farbe weiß

In Sachen Design gelte im Badezimmer jedenfalls "weniger ist mehr". Kräftige Farben seien definitiv out, also nicht mehr in Mode. "Eigentlich ist alles nur mehr weiß", sagt er und meint damit Einrichtung und Fliesen gleichermaßen. Letztere werden oft in großen Formaten verlangt. Das verleiht Badezimmern einen schlichten, edlen und wirkungsvollen Stil.

Trend 3: Nachhaltigkeit im Badezimmer

Dass auch ein Badezimmer nachhaltig sein kann, erklärt Schattauer mit den verwendeten Materialien. "Waschtische und Toiletten sind aus Keramik und damit ohne Fremdkörper gefertigt. Metallgullis sind wiederverwertbar", sagt er. Bei Duschabtrennungen legen immer mehr Kunden Wert auf Echtglas. Vorteil: Das Material ist langlebig und scheuert sich nicht ab. Umweltschutz finde auch im Spülkasten statt, fügt er an. Die Menge des benötigten Wasser nehme ab. Durchschnittlich laufen, je nach gedrückter Taste, drei oder sechs Liter die Muschel hinunter statt der früher üblichen neun bis zwölf Liter. Somit wird auch der tägliche Wasserverbrauch reduziert. Gerade im WC ist laut dem stellvertretenden Innungsmeister ein gewisser Einfluss aus Asien spürbar: "Das dort bereits übliche Dusch-WC ist aus hygienischen Gesichtspunkten der absolut positive Wahnsinn, um den Unterleib sauber zu halten. Die Industrie springt auch bei uns auf diesen Trend auf."

Trend 4: Metalldesign aus dem Pinzgau

Ludwig Schwarzenbacher fertigt in Saalbach Designstücke und Bauteile mit Funktion, auch für Badezimmer. Bei ihm ist ebenfalls einiges international, er verkauft gut nach Russland und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Worauf die Österreicherinnen und Österreicher achten? "Derzeit ist Roségold ein absoluter Trend", sagt der Spenglermeister und Geschäftsführer von Metal Interior. Das zeige sich bei zahlreichen Deko-Artikeln, inner- und außerhalb des Bades. Bei seinen Werkstücken sei der moderne Farbton gefragt. Und auch Feingold sei dominant, ergänzt er. Diese Materialien verwendet er beispielsweise für Ablagen, Spiegelrahmen oder der Reling für Handtücher. Metall kommt außerdem bei Duschtrennwänden und Lampenbauteilen zum Einsatz. In seinem Betrieb im Pinzgau wird auch viel Messing und Bronze verarbeitet. Er schätzt bei beiden Materialien, dass sie eine edle Patina bekommen. "Da darf man Putzen nicht überbewerten. Durch den Kupferanteil in der Bronze werden ja auch Bakterien abgetötet", erklärt Schwarzenbacher. Er bestätigt, dass Nachhaltigkeit auch bei ihm und seinem Team wichtig ist. Kupfer etwa hat den Vorteil, dass es ein reiner Werkstoff und damit auch in vielen Jahren noch recyclingfähig ist. Nach dem Motto "aufspalten in die Elemente" kann das Metall eingeschmolzen und dann wiederverwendet werden.

Wer das Besondere sucht, findet es im Pinzgau: Deko-Objekte im puristischen Metalldesign.  SN/metalinterior
Wer das Besondere sucht, findet es im Pinzgau: Deko-Objekte im puristischen Metalldesign.
Quelle: SN

Aufgerufen am 28.02.2020 um 12:04 auf https://immo.sn.at/immo-ratgeber/aktuelles-trends/badtrends-aus-salzburg-so-soll-das-bad-von-heute-aussehen-83018707

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