Mieten Kaufen Verkaufen

Erben will gelernt sein: 5 große Irrtümer rund ums Erben von Immobilien

Rund ums Thema Erb- und Wohnrecht einer Immobilie gibt es einige Irrtümer. Fünf dieser gängigen Mythen werden dargestellt und aufgeklärt.

Beim Thema Immobilien gibt es einige gängige Mythen, welche nicht stimmen. SN/pixabay
Beim Thema Immobilien gibt es einige gängige Mythen, welche nicht stimmen.

Wenn es um das Vererben, aber auch den Kauf oder die Schenkung von Immobilien geht, gibt es einige gängige Mythen die sich bei den Österreicherinnen und Österreichern, hartnäckig halten.

Irrtum 1: Der Partner erbt alles

Viele Immobilienbesitzer meinen, wenn jemand verheiratet ist und keine Kinder hat, geht die Immobilie automatisch an den Ehepartner über. Doch in diesem Fall erben auch die Eltern, nämlich ein Drittel des gesamten Vermögens. Der Rest geht an den Ehepartner.

Irrtum 2: Erben ohne Testament

Viele sind überzeugt, kein Testament zu brauchen, da im Todesfall automatisch der Ehepartner den Immobilienbesitz erbt. Dieser Ansatz ist jedoch ein Mythos. Mit einem Testament können die Eltern ausgeschlossen werden, da sie keinen Pflichtteil mehr übernehmen. Wer also will, dass die gesamte Immobilie an den Ehepartner vererbt wird, muss dies in einem Testament festhalten.

Irrtum 3: Der Lebensgefährte als Erbe

Auch der Irrtum, dass Lebensgefährten nach einer langjährigen Partnerschaft in einer eheähnlichen Gemeinschaft automatisch ein ordentliches Erbrecht erhalten, hält sich hartnäckig. Doch Lebensgefährten haben überhaupt kein Erbrecht auf die Immobilie. Ausgenommen es gibt keine rechtlichen Erben mehr, erhalten Lebensgefährten den Besitz, bevor alles an den Staat fällt.

Irrtum 4: Eigentum beim Kauf

Dass man bei Bezahlung des Kaufpreises auch Eigentümer der Immobilie ist, ist ein Irrtum. Richtig ist: Erst mit Eintragung ins Grundbuch ist man auch tatsächlich Eigentümer der Liegenschaft.

Irrtum 5: Schenkung und Wohnrecht

Manche Österreicher glauben an den Mythos, dass sie, wenn sie ihr Haus oder ihre Wohnung ihren Kindern schenken, automatisch ein Wohnrecht haben. Schließlich hätten sie die Wohnung bzw. das Haus auch bezahlt. Doch ein Wohnrecht braucht immer eine Vereinbarung, welche im Grundbuch eingetragen werden sollte.

Aufgerufen am 29.09.2022 um 08:49 auf https://immo.sn.at/immo-ratgeber/mieten-kaufen-verkaufen/erben-will-gelernt-sein-5-grosse-irrtuemer-rund-ums-erben-von-immobilien-73279912

Kommentare

Schlagzeilen