Garten & Energie

Mit diesen 7 Tipps wird der Balkon zum Genussgarten

Nicht jeder hat einen eigenen Garten. Macht nichts. Auch ein Balkon eignet sich als Spielfeld für den grünen Daumen.

Üppige Pracht im Kisterl am Fenster oder auf dem Balkon.  SN/unsplash
Üppige Pracht im Kisterl am Fenster oder auf dem Balkon.

Garteln ohne Garten, geht das? Eine oft gestellte Frage, die aber ganz leicht zu beantworten ist: Kein Problem. Egal wo man gärtnern will, am Balkon, in der Wohung oder am Fensterbrett, es ist überall möglich und lohnenswert. Vor allem der Balkon bietet sich als "Ersatzgarten" bestmöglichst an. Zum einen wird dieser durch die bunte Blütenpracht verschönert und zum anderen kann später auch fleißig geerntet werden.

Der eigene Garten am Balkon - Die wichtigsten Tipps

1. Was brauche ich, um einen Garten anzulegen, ohne einen Quadratmeter (Erd-)Boden zu besitzen?
Im Prinzip nichts anderes als Ideen, ein wenig Muskelkraft und Ausdauer. Denn eines ist klar: Ohne Erde geht es nicht. Und die muss irgendwie in den xten Stock gebracht werden. Am besten Bioerde und organischer Dünger. Damit kommt Leben in luftige Höhe.
2. Welche Pflanzgefäße sollte man wählen?
Da sind Sie in Ihrem Ideenreichtum nicht zu bremsen: Eine alte Badewanne, die ausgetauscht werden musste, kommt nicht zum Sperrmüll, sondern als besonderes Hochbeet auf die Loggia. Töpfe aus Plastik, Wannen aus Kunststoff oder Terrakotta sind das eine. Holzkisten oder Plastikboxen, wie sie in Firmen zum Transport verwendet werden, das andere. Jeder findet in der Umgebung allerlei Nützliches für diesen Garten ohne Garten.
3. Noch eine Frage, die man sich unbedingt stellen sollte: Wie schwer ist der Garten in luftiger Höhe?
Erde, vor allem, wenn sie nass ist, wird extrem schwer. Daher vorweg die Statik prüfen (lassen). Und als letztes Problem: Woher das Gießwasser nehmen, ohne die Nachbarn jeden Abend zu ertränken? Streit sollte von vornherein ausgeschlossen sein, denn das Paradies gibt's nur, wenn Frieden herrscht.
4. Welches Gemüse wächst am besten am Balkon?
Wer an Balkongärtnern denkt, wird wohl in erster Linie an Geranien & Co. denken. Auch das ist schön, doch mehr begeistert mich ein Selbstversorgergarten in luftiger Höhe. Tomaten gehören sicherlich zu den köstlichsten Naschfrüchten auf dem Balkon. Hier sollte man weniger auf die großen Fleischtomaten setzen, besser auf Cocktail- oder Kirschparadeiser. Sie liefern mehr und süßere Früchte. Minigurken ("Smiley-Gurke") wachsen perfekt in Ampeln.
5. Welche Kräuter wachsen gut?
Schnittlauch, Petersilie und Basilikum sind ein Muss! Sie sollten immer gleich ausgiebig mit Hornspänen versorgt werden, denn sie benötigen "Futter". Interessant im Geschmack ist Salbei. Gemeinsam mit Rosmarin und Oregano in ein Kisterl, in dem in die Bioerde auch noch ein wenig Sand oder Tongranulat eingearbeitet wurde, gepflanzt, gedeihen diese Kräuter hervorragend.
6. Sichtschutz einmal genussvoll
Stangenbohnen sind die Favoriten, wenn es um Sichtschutz geht. Als wärmeliebendes Kind kommen sie erst Ende Mai in die Erde. Mein Liebling ist "Blauhilde". Sie erobert rasch Bambusstäbe oder Gitter, hat sehr schönes Laub und interessante Blüten. Die Schoten sind blau, färben sich aber, sobald man sie ins heiße Wasser gibt, grün.
7. Beerenträume - auf dem Balkon?
Erdbeeren lassen sich problemlos auch in Töpfen ziehen. Es ist wie im Schlaraffenland: Die Früchte von Hängeerdbeeren, die in Ampeln gesetzt sind, wachsen einem direkt in den Mund. Auf keinen Fall fehlen dürfen im Topfgarten die Himbeeren. Besonders empfehlenswert ist die Herbsthimbeere ("Autumn Bliss"). Und bei den Heidelbeeren (die brauchen unbedingt kalkfreie Erde!) ist die Sorte Blue Crop ein Hit.

Aufgerufen am 17.11.2019 um 12:30 auf https://immo.sn.at/immo-ratgeber/garten-energie/mit-diesen-7-tipps-wird-der-balkon-zum-genussgarten-74546866

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