Garten & Energie

Das Refugium Garten

Der Garten ist den Österreichern sehr wichtig. Sollte das Wetter nun wirklich besser werden, dann gibt es jetzt viel zu tun.

Die grüne Oase vor der eigenen Haustür steht hoch im Kurs. SN/gardena
Die grüne Oase vor der eigenen Haustür steht hoch im Kurs.

Der Garten ist für die Österreicherinnen und Österreicher nach wie vor ein wichtiges Refugium. 57 Prozent besitzen einen eigenen Garten, ein Fünftel will sich in den nächsten Jahren einen eigenen Garten zulegen. 44 Prozent ist seit der Coronapandemie wichtig, mehr Zeit im Grünen zu verbringen. Ebenso viele legen Wert auf einen gepflegten Garten. Das zeigt eine Marketagent-Umfrage im Auftrag der Hausbetreuung Attensam.

Als Gründe dafür, dass 44 Prozent mehr Zeit im Grünen verbringen, rangieren Wohlbefinden (64 Prozent), Entspannung (58 Prozent) und Ablenkung (45 Prozent) auf den Stockerlplätzen. 40 Prozent sehen darin einen Urlaubsersatz und Fitnessfaktor, 38 Prozent suchen im Grünen einen Ausgleich zur Arbeit und zum Homeoffice. Für fast alle Befragten (93 Prozent) ist es wichtig, dass sich Grünflächen wie Gärten oder Parks in der direkten Wohnumgebung befinden.

Wie schaut ein österreichischer Garten aus?

Der Garten der Österreicher ist im Durchschnitt 520 Quadratmeter groß. Zum perfekten Garten gehören eine Terrasse (71 Prozent), Nutzpflanzen wie Gemüse oder Kräuter (64 Prozent) und schöne Blumen (63 Prozent), außerdem sollte es Raum für Tiere (62 Prozent), Bäume (54 Prozent) und Sträucher (53 Prozent) geben. Fast die Hälfte (44 Prozent) legt Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild: Blühende Pflanzen (71 Prozent) und ein gemähter Rasen (61 Prozent) nehmen dabei den höchsten Stellenwert ein, keine verwelkten Pflanzen und Blätter (41 Prozent) und kein Unkraut (36 Prozent) sollten das Bild stören.

Was tun die Österreicher im eigenen Grün am liebsten?

Für ein Drittel (34 Prozent) ist mit Familie und Freunden im Garten sitzen die Lieblingsbeschäftigung im Grünen, für mehr als ein Viertel (27 Prozent) das Garteln. Wenn es darum geht, welche Gartenarbeiten am liebsten gemacht werden, stehen Pflanzen/Gemüse einsetzen (57 Prozent) und Pflanzen/Gemüse pflegen (52 Prozent) an oberster Stelle, gefolgt von Rasenmähen (42 Prozent), wobei die befragten Frauen sich wesentlich lieber um Pflanzen und Gemüse kümmern, während die Männer eindeutig das Rasenmähen bevorzugen.

Die Befragten verbringen in der Gartensaison durchschnittlich drei Stunden pro Tag im Garten, wobei fast die Hälfte für Gartenarbeit und -pflege aufgewendet wird. Jeder Siebte hat die Gartenarbeit schon an einen externen Profi ausgelagert oder plant dies in Zukunft - am liebsten Heckenpflege und -schnitt, Baumpflege und -schnitt oder allgemeine Gartengestaltung.

Gartentipps vom Profi

Das Spezialwissen von Fachfirmen wie Attensam stellt sicher, dass eine Grünfläche gedeiht und gesund ist: Dazu muss man die Bodenart und das Umfeld kennen, um die richtigen Pflanzen dafür auszuwählen. Außerdem gilt es zu wissen, welche Rasensamenmischung sich für welchen Standort eignet. Ein Baum muss richtig zurückgeschnitten werden, ohne dass er beschädigt wird, sodass er schön weiterwachsen kann. Nur wer einen Schädlingsbefall frühzeitig erkennt, kann diesen auch effektiv behandeln.

Bild: SN/attensam/martin steiger
Die richtige Bepflanzung spielt bei der Grünpflege eine große Rolle.
Oliver Attensam, Geschäftsführer

Grundsätzlich dauert die Gartensaison von April bis Oktober. "Abhängig von Wetterlage und Region kann die Saison länger dauern, beispielsweise hat die Laubentfernung erst nach dem ersten Frost Sinn", sagt Geschäftsführer Oliver Attensam, der mit seinem Hausbetreuungsunternehmen auch umfassende Grünpflege anbietet: "Auch die Bepflanzung spielt eine Rolle: Ziergräser müssen bereits im Februar zurückgeschnitten werden, damit sie neu austreiben."

Bei der Bepflanzung sollten grundsätzlich das Mikroklima und die Bodenverhältnisse des Standorts beachtet werden.
Beim perfekten Baumschnitt spielen nicht nur optische, sondern auch sicherheits- und gebäudetechnische Anforderungen eine Rolle. Genug Abstand zu Gebäuden und Lichtmasten sollte gewährleistet sein.
Für einen gepflegten Rasen ist häufiges Mähen unumgänglich, um die Unkrautbildung zu verhindern. "Mähroboter mögen zwar praktisch erscheinen, können aber nicht völlig autonom arbeiten, weil Hindernisse wie Kabel nicht erkannt und die Ränder nicht so gut erreicht werden können", rät Attensam: "Wer eine optimale Rasenfläche will, sollte zudem jährlich vertikutieren. Dadurch wird die Rasennarbe belüftet und abgestorbenes Material wie Moos entfernt." Optimal ist, wenn die Grasnarbe dabei nur leicht angeritzt wird, um sie nicht zu schädigen.

Unkraut muss in Beeten mühselig gejätet werden, Erleichterung kann die richtige Pflanzenwahl schaffen. Bodendecker wie Kleines Immergrün oder Efeu sorgen dafür, dass es weniger Freifläche gibt. Ziergräser lassen dem Unkraut kaum Raum, weil sie dicht wachsen und es trocken mögen. Winterharte Blütensträucher wie Forsythie, Flieder oder Spiere sind relativ einfach zu pflegen, blühen aber nur kurz. An Blühpflanzen wie Hortensien kann man sich länger erfreuen.

Für eine blühende und gesunde Grünfläche ist natürlich auch die Bewässerung ausschlaggebend. "Man sollte sie auf die Wetterlage abstimmen, regelmäßig kontrollieren und nach Bedarf gießen. Grundsätzlich gilt die Regel: Am besten in der Früh oder Nacht gießen, weil der Boden noch abgekühlt ist und das Wasser nicht gleich verdunstet," rät der Experte.

Grundsätzlich kommt es aber nicht nur auf die regelmäßige Pflege an, es geht auch um das Wissen darum, wann man welchen Baum wie schneiden muss oder welche Blumen und Sträucher sich für einen gewissen Standort eignen.

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