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Was wird alles ins Grundbuch eingetragen?

Was ist das Grundbuch, was ist dort alles vermerkt und wo liegen die Zuständigkeiten? Auf all diese Fragen finden Sie hier die Antworten.

Was steht alles im Grundbuch? SN/mcmakler
Was steht alles im Grundbuch?

Was ist ein Grundbuch

Das Grundbuch ist ein von den Bezirksgerichten geführtes öffentliches Verzeichnis,
in das Grundstücke und die an ihnen bestehenden dinglichen Rechte eingetragen werden, wie Eigentum, Wohnungseigentum, Pfandrecht, Baurecht und Dienstbarkeiten und Reallasten. Darüber hinaus kann durch Anmerkungen (zum Beispiel Anmerkung der Rangordnung, Konkurs, Minderjährigkeit, laufendes Versteigerungsverfahren) und Ersichtlichmachungen (Berechtigungen aus Grunddienstbarkeiten, öffentlich-rechtliche Verpflichtungen etc.) auf bestimmte rechtlich erhebliche Tatsachen hingewiesen werden. Einsicht in das Grundbuch kann jeder nehmen!

Die Bedeutung des Grundbuchs

Die Bedeutung des Grundbuchs liegt vor allem darin, dass die erwähnten dinglichen Rechte nur durch Eintragung in das Grundbuch erworben werden können und dass jeder grundsätzlich auf die Richtigkeit und Vollständigkeit des Grundbuchs in Verbindung mit der Urkundensammlung vertrauen kann.

Die Basis des Grundbuchs

Die Basis für das Grundbuch bildet der Kataster, weil er Katastralgemeinde und Grundstück definiert. Er ist eine von den Vermessungsämtern geführte öffentliche Einrichtung zur Ersichtlichmachung bestimmter tatsächlicher Grundstücksverhältnisse (z. B. Lage, Fläche, Benutzungsart) und - soweit der Grenzkataster angelegt worden ist - zum verbindlichen Nachweis der Grenzen. Beim Vermessungsamt kann auch ein Antrag auf Durchführung von Amtshandlungen wie Grenzvermessung oder Vereinigung von Grundstücken, aber auch Grundstücksübertragungen, sofern die gesetzlichen Regelungen des Liegenschaftsteilungsgesetzes zutreffen, gestellt werden. Somit verwalten Grundbuch und Kataster überschnei- dende Datenkreise. Seit der Umstellung auf die Grundstücksdatenbank - das ist eine zentrale Datenbank, die in der Bundesrechenzentrum GmbH eingerichtet ist - werden die Daten beider Bereiche elektronisch miteinander verknüpft.
Bezüglich des Grundbuchs werden in der Grundstücksdatenbank das Hauptbuch, das Verzeichnis der gelöschten Eintragungen und die Hilfsverzeichnisse geführt. Im Hinblick auf den Kataster kann mithilfe der Grundstücksdatenbank unter anderem in das Grundstücksverzeichnis, die digitale Katastralmappe (DKM), das ist eine geometrische Darstellung der Grundstücke in einheitlichem Landessystem, und in die Koordinatenverzeichnisse der Fest- und Grenzpunkte unmittelbar eingesehen werden.

Grundbuch Zuständigkeit

Aus historischen Gründen haben sich folgende Zuständigkeiten ergeben.

Einrichtung des Grundbuchs: das Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz.

Führung des Grundbuchs: die Bezirksgerichte

Einrichtung des Katasters: das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen

Führung des Katasters: die Vermessungsämter

Die Urkundensammlung ist nicht in der Grundstücksdatenbank gespeichert, sondern seit 2006 im Urkundenarchiv der Justiz. Nicht gespeicherte Urkunden können nach wie vor nur bei dem Gericht eingesehen werden, bei dem sie in die Urkundensammlung aufgenommen wurden.

Quelle: SN

Aufgerufen am 15.11.2019 um 07:19 auf https://immo.sn.at/immo-ratgeber/bauen-wohnen/was-wird-alles-ins-grundbuch-eingetragen-77816932

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