Bauen & Wohnen

Neuer Wolkenkratzer für Wien

Grünes Licht für 155-Meter-Turm im Vienna Twentytwo. Tiefengründung mit 280 Bohrpfählen als statischer Grundlage für Bodenplatte.

155 Meter ragt künftig der Turm in den Wiener Himmel. SN/k18
155 Meter ragt künftig der Turm in den Wiener Himmel.

Wolkenkratzer, das ist so ein Zauberwort aus der Kindheit. Wer in Österreich aufgewachsen ist, kannte hohe Gebäude früher nur aus amerikanischen Filmen. Das hat sich inzwischen geändert, gerade in Wien schießen immer mehr aus dem Boden. Das ist einerseits den Grundstückspreisen geschuldet, andererseits auch dem Bestreben nach einem modernen Ambiente einer Millionenstadt. Kürzlich haben die Projektpartner SIGNA und ARE Austrian Real Estate erfreuliche Post von der Wiener Baupolizei mit den Baubewilligungen für den 155 Meter hohen, gemischt genutzten Turm und für das "kleinere" Büroobjekt (rund 3500 Quadratmeter Nutzfläche) erhalten. Damit ist der Weg frei für die Komplettierung des seit 2019 in Bau befindlichen Stadtquartiers Vienna Twentytwo.

Aktuell werden die Gründungsarbeiten als Basis für diese Landmarke durchgeführt. In der bis zu 15 Meter tiefen Baugrube steht das größte Drehbohrgerät der Baugesellschaft Porr. Damit werden rund 280 bewehrte Betonbohrpfähle bis zu 28 Meter in die Erde getrieben, auf denen dann später die Bodenplatte der beiden Bauteile errichtet wird. Spätestens Mitte 2022 sollen die Gebäudeteile dann in die Höhe wachsen.

Größter Turm der Stadtentwicklung

Voraussichtlich zu Jahreswechsel 2024/2025 wird der mit Abstand größte Turm der Stadtentwicklung auf mehr als 17.000 Quadratmetern Fläche Platz für zahlreiche Unternehmen bieten. Die gemischte Nutzung des 155 Meter hohen Gebäudes sieht darüber hinaus 350 Mietwohnungen sowie zirka 1000 Quadratmeter Geschäftsflächen vor. Die seit rund drei Jahren laufende erste Phase des Projekts V22 beinhaltet vier Bauteile, darunter einen 110 Meter hohen Wohnturm mit 300 Eigentumswohnungen, von denen schon vor Fertigstellung fast zwei Drittel verkauft sind. Parallel dazu werden ein Bürogebäude für die Stadt Wien, ein Hotel ("Bassena"/Austria Trend Hotels) und die Citadines Serviced Residences errichtet. Alle Objekte haben die Dachgleiche hinter sich und werden gerade in ihre Fassade gehüllt und die Innenausbauten durchgeführt.

Das Ensemble Vienna Twentytwo - geplant von Delugan Meissl Associated Architects - besteht aus insgesamt sechs Objekten und einer verbindenden, verkehrsfreien Erdgeschoßzone an einem zentralen Knotenpunkt im Norden Wiens. Das Stadtentwicklungsprojekt verfügt über einen breiten Nutzungsmix aus Wohnen, Büro, Hotel, Gastronomie und Nahversorgung.

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