Bauen & Wohnen

Nachhaltigkeit hält in immer mehr Gärten Einzug

Hobbygärtner legen immer mehr Wert auf Umweltschutz. Technische Lösungen helfen dabei und nehmen den Menschen auch viel Arbeit ab.

Ansichten der Garten- oder Terrassenbesitzer wurden abgefragt. SN/gardena
Ansichten der Garten- oder Terrassenbesitzer wurden abgefragt.

Nachhaltigkeit im Garten ist immer mehr Hobbygärtnern ein wichtiges Anliegen. 500 österreichische Garten- oder Terrassenbesitzer im Alter von 16 bis 69 Jahren hat deshalb das Meinungsforschungsinstitut IMAS im Auftrag von Gardena am Ende der Gartensaison im Spätherbst des Vorjahrs befragt. Ziel dieser empirischen Untersuchung sei es gewesen, die Ansichten der Garten- oder Terrassenbesitzer zu Themen wie Umweltschutz, Klimawandel und Bewässerung in Zusammenhang mit technologischem Fortschritt zu erheben, sagt Paul Eiselsberg von IMAS: "Besonderes Augenmerk galt außerdem dem Thema Trinkwasser sparen."

Wichtigkeit des Grüns in der Krise enorm gestiegen

Diese Punkte wurden zudem in Zusammenhang mit der seit zwei Jahren herrschenden Pandemie beleuchtet. Die Krise habe gezeigt, wie wichtig das Fleckchen Grün ist, wie gut es sich unter schattenspendenden Bäumen erholen, aber auch arbeiten lässt und wie köstlich die Kräuter aus dem eigenen Hochbeet schmecken. 69 Prozent der befragten Gartenfreunde sind der Meinung, dass nicht zuletzt aufgrund der Coronakrise die Bedeutung des Gartens in den nächsten drei bis vier Jahren eher zunehmen wird, rund ein Drittel davon denkt sogar, sie wird sehr stark zunehmen. Von einer gleichbleibenden Bedeutung gehen 30 Prozent aus. Das Thema Garten ist jung und weiblich, denn im soziodemografischen Vergleich gehen besonders die weiblichen Befragten von einer sehr starken Bedeutungszunahme aus. Eiselsberg: "Auch andere Untersuchungen zeigen: Zu Beginn der Krise war die psychische Erholung noch kein Thema, aber jetzt nimmt dieser positive ,Garteneffekt' immer mehr zu und die Arbeit im Garten ist eine Entspannungssituation." Die Nachhaltigkeit im eigenen Garten ist 88 Prozent der Garten- oder Terrassenbesitzer zumindest eher wichtig, zwei Fünftel davon sogar sehr wichtig. In diesem Zusammenhang wundert es nicht, dass 82 Prozent von ihnen fordern, dass sich Gesellschaft, Wirtschaft und Politik noch stärker auf den Klimawandel konzentrieren sollten. In Zukunft sollte dies auch mit technischem Fortschritt einhergehen, denn immerhin 62 Prozent glauben zumindest eher, dass der Klimawandel auch im Garten durch neue digitale und technische Lösungen minimiert werden kann.

Umgang mit Wasser

Eine österreichische Herzensangelegenheit ist das Wasser, dessen Schutz für 88 Prozent der Teilnehmer den wichtigsten Bereich beim Umweltschutz darstellt. In der IMAS-Umfrage ist knapp die Hälfte (46 Prozent) davon überzeugt, dass der Umgang mit Wasser bei der Bewässerung hierzulande eher verschwenderisch erfolgt. Für rund ein Drittel (32 Prozent) ist die Wassernutzung bei der Bewässerung genau richtig, aber nur 16 Prozent sehen beim Blick in die Nachbarschaft einen sehr sparsamen Umgang mit dem wertvollen Nass. Die Lösung dieser Herausforderung kann technischer Natur sein. Rund drei Fünftel (63 Prozent eher stark) glauben nämlich, dass mittels automatisierter Bewässerungsanlagen der Wasserverbrauch optimiert werden kann.

Das wassersparende Bewässerungssystem mit Tropfrohren, Tropfer oder Sprühdüsen durchfeuchtet die Erde gleichmäßig, ohne dass dabei ein Tropfen Wasser verdunstet. So erhalten alle Pflanzen die für sie notwendige Feuchtigkeit bei gleichzeitig äußerst sparsamem Umgang mit dem kühlen Nass. Diese Tropfenbewässerung hilft auch Hecken und Sträuchern, da bei Verwendung eines Regners das Wasser bei warmen Temperaturen schnell verdunstet.
Noch effizienter wird das Gießen mit einem Smart-System: Mit einer solchen Bewässerungssteuerung lassen sich flexibel per App bis zu sechs voneinander unabhängige Bewässerungszonen im Garten kontrollieren. Das stellt vor allem in Gärten mit vielfältiger Gestaltung und Pflanzen mit unterschiedlichen Bedarfsansprüchen eine optimale Wasserversorgung sicher. Bodenfeuchtesensoren ermitteln den genauen Wasserbedarf jeder einzelnen Bewässerungszone: Wenn es bereits geregnet hat oder der Boden noch feucht genug ist, setzen die vorprogrammierten Bewässerungszeiten entsprechend aus. Für Gärten ohne WLAN gibt es eine eigene Bluetooth-Bewässerungssteuerung mit Bodenfeuchtesensoren.

Hobbygärtner wollen auch Bienen, Luft und Artenvielfalt schützen

Neben dem Trinkwasser möchten die Interviewten auch die Wälder (78 Prozent), Bienen (77 Prozent), die Luft (69 Prozent), die Artenvielfalt (65 Prozent) und die Böden (62 Prozent) geschützt wissen. "Diese Trends erkennen wir bei Gardena ebenfalls und tragen ihnen mit internen Programmen, aber ebenso mit immer weiterentwickelten Produktlösungen Rechnung", bestätigt Klaus Endres, Country Manager Division Gardena.

Trotz der Liebe zum grünen Außenbereich sind 40 Prozent der Befragten sich selbst gegenüber ehrlich genug, um zu erkennen, dass der Garten und die Terrasse auch sehr viel Arbeit bereiten. Etwas mehr als ein Drittel, nämlich 35 Prozent, setzte bereits auf Rasenroboter und Co. oder plant deren Einsatz, um viel Zeit zu sparen. Endres: "Zum Krafttanken gehört auch ein Quäntchen Bequemlichkeit. Intelligente Produkte wie Mähroboter helfen dabei, dass Gärtnerinnen und Gärtner auch Zeit genug haben, ihr gepflegtes Grün zu genießen." Die Möglichkeiten der neuen Generation an Mährobotern reichen von GPS-gestützter Navigation über individuelles Zonenmanagement bis zur Positionsbestimmung in Echtzeit in der Smart-App. Solche Produkte lassen sich von überall via App einfach per Fingertipp bedienen. Die Roboter mähen selbst enge Passagen und komplexe Rasenflächen mit zuverlässiger Präzision, und das bei jedem Wetter - auch bei Regen. Und dank der geringen Lautstärke bemerkt man sie kaum, wenn sie auf dem Rasen unterwegs sind. Die Mähbereiche und -zeiten können nicht nur schnell und einfach eingestellt, sondern auch auf die automatische Bewässerung abgestimmt werden.

Endres: "Darüber hinaus können mithilfe von Area Protect unterschiedliche Mähverbotszonen, wie beispielsweise Wildblumenwiesen, festgelegt werden. Diese Innovation ist wichtig, liegt doch mehr als drei Vierteln der Interviewten der Schutz der Bienen besonders am Herzen." Die Besitzer kennen ihr eigenes Grün meist sehr genau und wissen, wo intensives Mähen nicht angesagt ist und Blumen für Bienen ungehindert wachsen sollen.

Als Unternehmen der Husqvarna Group beteilige sich Gardena am konzernweiten Nachhaltigkeitsprogramm "Sustainovate", dessen Bezeichnung die Begriffe "Sustainability" und "Innovation" verbindet. Endres: "Wir suchen nach Innovationen, die Mensch und Natur näher zusammenbringen. Und es ist uns wichtig, uns klar zum Pariser Klimaabkommen zu bekennen." Gardena setze sich daher bis 2025 ambitionierte Ziele. So sollen die CO2-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette bis dahin um 35 Prozent reduziert werden. Weiters nimmt sich das Unternehmen vor, 50 nachhaltige Innovationen wie zum Beispiel Produkte aus recyceltem Material einzuführen sowie fünf Millionen Kunden und Mitarbeiter zu nachhaltigem Handeln zu inspirieren.

Aufgerufen am 16.08.2022 um 03:39 auf https://immo.sn.at/immo-ratgeber/bauen-wohnen/nachhaltigkeit-haelt-in-immer-mehr-gaerten-einzug-117432046

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