Bauen & Wohnen

Immobilienmakler beauftragen - ja oder nein?

Die Dienste eines Immobilienmakler werden von den Österreicher vor allem dann genutzt, wenn es um den Verkauf geht.

Makler werden oft beim Verkauf in Anspruch genommen.  SN/shutterstock - monkey business images
Makler werden oft beim Verkauf in Anspruch genommen.

Die Wohnung vermieten oder das Haus verkaufen: Herr und Frau Österreicher setzen dabei nur bedingt auf die Dienste von Maklerinnen und Maklern. Und was die künftigen Mieter oder Käufer betrifft, so wird genau geschaut, wie es um Beruf und Einkommen bestellt ist. Vermieter sind dabei deutlich wählerischer als Verkäufer. Das zeigt eine aktuelle Innofact-Trendumfrage.

Was tun bei einem Immobilienverkauf oder einer Vermietung?

Was tun, wenn man seine Wohnung oder das Haus vermieten oder verkaufen möchte? Auf eigene Faust Interessentinnen und Interessenten suchen oder einen Makler engagieren? Die Österreicherinnen und Österreicher unterscheiden hier genau: Wenn es darum geht, eine Immobilie zu vermieten, ist eine Mehrheit überzeugt, auch ohne Makler den geeigneten Bewohner zu finden. Soll das Objekt verkauft werden, will sich dagegen fast jeder Zweite auf die Dienste eines Immobilienvermittlers verlassen.

Immobilie vermieten - Makler ja oder nein?

Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten würden die Wohnung oder das Haus lieber in Eigeninitiative vermieten. Nur 23 Prozent würden einen Makler hinzuziehen, um den passenden Mieter zu finden. Diese Verteilung zieht sich quer durch alle Altersschichten. Für fast drei Viertel (73 Prozent) derer, die ohne Makler auskommen möchten, ist dabei besonders wichtig, sich den Mieter selbst aussuchen zu können. 60 Prozent wollen sich die Kosten für einen Makler sparen. Und
39 Prozent schätzen es, selbst Besichtigungstermine mit Interessenten ausmachen zu können. Knapp jeder Dritte (32 Prozent) legt Wert darauf, eigenständig zu bestimmen, über welche Kanäle die Immobilie angeboten wird.

Immobilie verkaufen - Makler ja oder nein?

Ganz anders ist die Tendenz, wenn es darum geht, eine Immobilie zu verkaufen. Dabei würden deutlich mehr Österreicher die Dienste eines Maklers in Anspruch nehmen, nämlich 46 Prozent der Befragten. Immerhin 41 Prozent der Befragten würden versuchen, die Wohnung privat an den Mann oder die Frau zu bringen. Für diese Gruppe geht es zu einem hohen Prozentsatz darum, Kosten für den Makler zu sparen (69 Prozent) und den Käufer selbst aussuchen zu können (54 Prozent). Etwa jeder Fünfte (22 Prozent) will selbst ein Exposé anlegen, um die Vorzüge der Wohnung zu beschreiben.

Welche Personeninformationen sind wichtig?

Überlässt man eine Immobilie einem Mieter, so will man meist wissen, mit wem man es zu tun hat. Die Österreicher legen dabei besonders viel Wert auf Informationen in Bezug auf Job und Status. Eine große Mehrheit (79 Prozent) der Vermieter interessiert sich für den Beruf bzw. das Einkommen des künftigen Mieters. Ob Haustiere mit einziehen, ist für 60 Prozent relevant. Und auch der Familienstand interessiert satte 57 Prozent. Jeder Zweite möchte über die Herkunft Bescheid wissen und

Wer zieht in meine Wohnung, in mein Haus ein?

42 Prozent finden es ausschlaggebend, wie lange der Mieter schon im aktuellen Job tätig ist. Jeder Dritte interessiert sich auch dafür, wie oft jemand schon umgezogen ist, bevor ihm die Wohnung anvertraut wird.

Menschen, die keiner regelmäßigen beruflichen Tätigkeit nachgehen, haben es schwer bei Österreichs Vermietern.
59 Prozent der Befragten würden dieser Gruppe ihr Mietobjekt nicht anvertrauen. Jeder Dritte lehnt Jugendliche, die auch Feste feiern, als Mieter ab. Großfamilien werden von fast ebenso vielen (31 Prozent) als Mieter abgelehnt. Skeptisch sind die Österreicher auch gegenüber Personen, die schon oft umgezogen sind. Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) würde so jemanden nicht als Mieter akzeptieren. Besitzer von Haustieren sind für 18 Prozent ein Problem, Familien mit Kleinkindern für 14 Prozent. Nur rund 16 Prozent geben an, gar keine Personengruppe ausschließen zu wollen.
Plant man den Verkauf einer Wohnung oder eines Hauses, so ist nur mehr für jeden Zweiten (49 Prozent) die berufliche Tätigkeit des Käufers entscheidend. Herkunft (28 Prozent) und Familienstand (23 Prozent) sind rund einem Viertel wichtig. Ob Bello, Minki oder andere Vierbeiner einziehen, spielt nur für 13 Prozent der potenziellen Verkäufer eine Rolle. Mehr als ein Drittel gibt an, auf all diese Informationen über den künftigen Käufer verzichten zu können.

Pflichten des Immobilienmaklers

Immobilienmakler müssen in ihren Geschäftsräumen die für die Vermittlung zulässigen Höchstbeträge der Provisionen mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass es sich um Höchstbeträge handelt, sowie Informationen über sonstige Vergütungen und die Höhe der Umsatzsteuer aushängen. Das gilt auch bei Aushängen von Objekten in Schaufenstern, Schaukästen und Ähnlichem. In Inseraten muss klar erkennbar sein, dass diese von einem Immobilienmakler stammen. Wird in Inseraten ein Kaufpreis angegeben und ist eine Anzahlung erforderlich, muss eindeutig auf die Höhe der laufenden Rückzahlungen und auf den Gesamtbetrag hingewiesen werden.

Quelle: SN

Aufgerufen am 11.12.2019 um 12:26 auf https://immo.sn.at/immo-ratgeber/bauen-wohnen/immobilienmakler-beauftragen-ja-oder-nein-79894045

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