Bauen & Wohnen

Engpass bei Eigentumswohnungen in Wien

Coronajahre verzeichneten weniger Baugenehmigungen. Preise in Wien haben sich von 5910 auf 6741 Euro pro Quadratmeter erhöht.

Interessenten von neuen Eigentumswohnungen müssen mit Engpässen rechnen. SN/bernhard schreglmann
Interessenten von neuen Eigentumswohnungen müssen mit Engpässen rechnen.

Die Angebotspreise für Neubauwohnungen in Wien sind seit 2021 um rund 14 Prozent gestiegen, in Niederösterreich um zehn Prozent. Bedingt durch weniger Fertigstellungen von Eigentumswohnungen und gestiegene Zinsen wird sich die Kurve aber wieder abflachen und das Preisniveau eher stabil bleiben.

Das ist nur eines der Ergebnisse zweier Studien, die das Wiener Immobilienvermittlungsunternehmen Austria Real in Auftrag gegeben hat. Während in Wien demnach im Juli 2021 neu gebaute Eigentumswohnungen mit einem Durchschnittspreis von 5910 Euro pro Quadratmeter verkauft wurden, liegt der Preis seit Juli 2022 bei 6741 Euro. "Die höchsten durchschnittlichen Preise gibt es wenig überraschend im ersten Bezirk in Wien. Hier kostet der Quadratmeter mittlerweile 21.085 Euro", sagt Vera Woschnagg, CEO und Gründerin der Austria Real GmbH. "Spannend ist auch, dass 2022 um drei Prozent mehr Eigentumswohnungen fertiggestellt werden als 2021. Während der Anteil der fertiggestellten Wohnungen am Gesamtangebot in den vergangenen beiden Jahren stabil bei 34 Prozent lag, steigt dieser Wert 2022 auf 37 Prozent. Nächstes Jahr allerdings erwartet man einen drastischen Rückgang bei den Fertigstellungen auf zirka 27 Prozent." Das liege daran, dass in den Coronajahren weniger Baugenehmigungen vergeben wurden und sich auch ausländische Investoren zurückgezogen haben. Wegen gestiegener Baukosten und Bankzinsen seien zudem manche Wohnprojekte für Bauträger nicht mehr finanzierbar.

Auch in Niederösterreich sind die Preise für neue Eigentumswohnungen gestiegen. Hier liegt die durchschnittliche Steigerung bei zirka zehn Prozent. Vera Woschnagg: "Die höchsten Preise sehen wir mit 6808 Euro pro Quadratmeter im Bezirk Korneuburg, gefolgt von Mödling mit 6449 Euro. Auch in Niederösterreich werden nächstes Jahr weniger Wohnungen fertiggestellt."

Bei Hotelimmobilien zeigt sich ebenfalls ein interessantes Bild: Mit Ausnahme der Steiermark, wo die Verkaufspreise gestiegen sind, hat sich der durchschnittliche Verkaufspreis in allen Bundesländern seit 2019 mehr als halbiert. Die Analyse zeigt, dass in Tirol die meisten Verkäufe stattfanden und hier, gemeinsam mit Vorarlberg, auch die höchsten Preise erzielt wurden. Der Spitzenpreis im Hotelsegment lag im Betrachtungszeitraum bei 45 Millionen Euro (Austria Trend Hotel Ananas, Wien). Die Investoren sind hauptsächlich Österreicher.

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