Bauen & Wohnen

Corona verändert Wohnbedürfnisse der Österreicher

Corona hat den Wunsch nach einer Veränderung der Wohnsituation noch beschleunigt. Dabei sind Männer eher bereit, zu übersiedeln. Dagegen zieht es Frauen früher aus dem elterlichen Nest in die eigenen vier Wände.

Corona hat auch die Umzugswünsche der Österreicher beschleunigt. SN/adobe stockc – ljupco smokovs
Corona hat auch die Umzugswünsche der Österreicher beschleunigt.

Männer übersiedeln eher als Frauen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Rund 28 Prozent der Befragten gaben dabei an, im vergangenen Jahr umgezogen zu sein. Gründe dafür waren vor allem die Vergrößerung des Wohnraums (32 Prozent ), der Auszug aus dem Elternhaus (29 Prozent ), ein Ortswechsel (24 Prozent ) oder das Zusammenziehen mit dem Partner/der Partnerin (23 Prozent ). Gerade durch Corona haben sich die Wohnbedürfnisse der Menschen verschoben, viele suchen deshalb nach größeren Wohneinheiten und wünschen sich Balkon, Terrasse oder Garten.

Umzugsbereitschaft ist groß

Mehr als die Hälfte (55 Prozent ) ist bereits mehr als drei Mal umgezogen und rund ein Viertel (27 Prozent ) davon sogar fünf Mal oder öfter. Spannend zu sehen war dabei vor allem auch, dass sich hier hinsichtlich des Geschlechts eine Tendenz abzeichnet: Männer ziehen öfter um als Frauen. So haben die männlichen Befragten vermehrt angegeben, drei, vier oder sogar mehr als fünf Mal den Wohnort gewechselt zu haben.

Österreicher bleiben ihrem Wohnort treu

Und noch etwas hat sich gezeigt: Die Österreicher bleiben ihrem Wohnort treu. Denn 35 Prozent der Befragten gaben an, bei ihrem letzten Umzug im gleichen Bezirk geblieben zu sein. Ein weiteres Drittel ist zumindest in die Nähe, etwa in den angrenzenden Bezirk, gezogen. Lediglich ein kleiner Teil, 14 Prozent, hat mit dem Umzug das Bundesland gewechselt. Der Ortswechsel scheint daher für viele Umzugsfreudige keine wesentliche Rolle zu spielen, ganz nach dem Motto: Hier fühle ich mich wohl, hier bleibe ich.

Wann ziehen die meisten das erste Mal um bzw. von zu Hause aus?

Die Umfrage hat gezeigt, dass das bevorzugte Alter zwischen 19 und 25 Jahren liegt. 45 Prozent der Befragten haben in genau diesen Jahren das Nest verlassen und den ersten eigenen Wohnraum bezogen. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) haben die ersten Umzugskisten bereits mit 18 Jahren oder darunter gepackt, rund 18 Prozent sind im Alter zwischen 26 und 35 Jahren ausgezogen und nur ein kleiner Anteil (8 Prozent ) ist beim Auszug aus dem Elternhaus älter als 36 Jahre. Auch bei diesem Thema zeichnet sich eine leichte Tendenz in der Geschlechterfrage ab. Im Gegensatz zur Umzugshäufigkeit sind es hier die Frauen, die früher ausziehen. So sind es fast 30 Prozent der unter 18-jährigen Frauen, die zum ersten Mal ausziehen, bei den männlichen Befragten sind es vergleichsweise nur 22 Prozent.
Laut Erhebung wohnt der Großteil, rund ein Drittel (37 Prozent ) der Befragten, in einer gemeinsamen Wohnung mit dem Partner oder der Partnerin. Etwas mehr als ein Viertel (26 Prozent ) wohnen allein, 23 Prozent mit Partner und Kindern und ein kleiner Teil von rund zehn Prozent lebt allein mit Kindern.

Aufgerufen am 12.05.2021 um 06:45 auf https://immo.sn.at/immo-ratgeber/bauen-wohnen/corona-veraendert-wohnbeduerfnisse-der-oesterreicher-99000157

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