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Smart Homes sind auf dem Vormarsch

Doch viele Smart Homes-Anwendungen sind oft gar nicht nötig. Ein Mühlviertler Hersteller konzentriert sich auf das Wichtigste.

"Was früher der Butler war, das kann künftig unsere Steuerung übernehmen", sagt Rüdiger Keinberger, Chef von Loxone Electronics in Kollerschlag. "Es lässt sich heute vieles automatisch erledigen, was früher händisch gemacht wurde. Unser System erspart dem Benutzer zirka 50.000 Handgriffe im Jahr."

Der Wohnraum wird elektrisch bedient

Smart Homes sind derzeit in aller Munde, im Zuge der Digitalisierung wird auch der Wohnraum zunehmend elektronisch "betrieben". Doch die auf dem Markt befindlichen Systeme sind teils sehr unterschiedlich, sowohl in der Herangehensweise als auch bei den Produkten selbst. "Wir entwickeln und produzieren eigene Elemente", sagt Keinberger. Etwa einen besonderen Touch-Schalter an der Wand, der neben der Bedienungsfunktion auch gleich noch Temperatur und Luftfeuchtigkeit misst. "Damit kann ich die Musik ebenso steuern wie die Beschattung", sagt Keinberger. Auch die Voreinstellungen bei der Beleuchtung lassen sich damit abrufen. Interessantes Detail: Das Touch-Panel lässt sich auch in Möbel oder die Küchenarbeitsplatte einbauen. Aktiviert wird die Anlage durch eine Präsenzerkennung. Zentrales Element ist ein Miniserver, der sich im Haus befindet. Denn Cloud-Lösungen sind Keinberger zu unsicher. "Bei uns bleiben alle Daten im Haus und sind mit einem guten Passwort auch sicher."

Smart Homes sind die Gegenwart

Smart Homes sind für ihn auch nicht die Zukunft, sondern die Gegenwart: "Wir haben im Jahr 2018 17.500 Einfamilien- und Zweifamilienhäuser ausgestattet, jedes vierte neu gebaute Haus ist ein Smart Home von uns. 100.000 Loxone-Smart-Homes gibt es bereits im Markt." Wichtig sind für ihn dabei die Fertighaus-Kunden, von denen 50 Prozent auf eine solche Steuerung aus dem Mühlviertel setzen.

Einfache Bedienung

Wichtig sei es, dass der Betrieb und die Bedienung möglichst einfach seien. Dazu dienten auch die eigenen Produkte, wie etwa Beleuchtung oder Lautsprecher. "Wer lieber auf andere Anbieter setzt, etwa bei Alarmanlagen, kann dies natürlich auch tun. Das ,Gehirn' bleibt dabei gleich, auch bei italienischen Designerleuchten." Allerdings hätten die eigenen Produkte in der Regel mehrere Funktionen und seien von vornherein in das System eingebunden. "Man kann ja für die Lichtszene unsere Produkte nehmen und dazu die Designerleuchte einbinden." Produziert würden die derzeit 150 verschiedenen Produkte durchwegs in Europa, sagt Keinberger.

Einbruchschutz dank Smart Homes

Beim Zutritt könne man bestimmte Licht- und Musikeinstellungen automatisch aktivieren, etwa die Helligkeit im Stiegenhaus. "Es ist auch möglich, die Eingangstür aus der Ferne zu öffnen, wenn ein Paketdienst zustellen möchte. Bei einem unbefugten Zutritt gibt es zuerst einen Alarm aufs Handy, dann beginnen im ganzen Haus die Lichter zu blinken und alle Lautsprecher geben ,Vollgas'." Zusätzlich kann eine Außensirene aktiviert werden und ein Notruf zur Polizei abgesetzt werden, "und trotzdem ist unser System einfacher als alle herkömmlichen Anlagen".

Aufgerufen am 11.12.2019 um 12:25 auf https://immo.sn.at/immo-ratgeber/aktuelles-trends/smart-homes-sind-auf-dem-vormarsch-78187186

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