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In der Freizeit ans Wasser

Jeder siebte Österreicher hat einen Zweitwohnsitz im Grünen. Gefragt sind Objekte am Wasser. Schrebergärten oder Skipisten stehen weniger hoch im Kurs.

Die Österreicher zieht es ans Wasser, auch beim Zweitwohnsitz.  SN/bernhard schreglmann
Die Österreicher zieht es ans Wasser, auch beim Zweitwohnsitz.

Etwa jeder siebte Österreicher hat einen Zweitwohnsitz im Grünen, jeder zehnte sucht oder plant, sich diesen Traum zu verwirklichen. Der Wunsch-Zweitwohnsitz liegt am Wasser; Wälder und Skipisten sind weniger gefragt. Das zeigt eine aktuelle Trendstudie der Innofact AG. Wenig überraschend ist, dass diejenigen, die über einen Zweitwohnsitz verfügen, in überdurchschnittlichem Maße zur Miete und/oder in Stadtlage wohnen. Da ist die Immobilie im Grünen die perfekte Ergänzung. Gerade die Coronazeit hat Freiflächen wichtiger werden lassen, etwas, was man sich auf dem Land einfacher erfüllen kann.

Wer über eine Immobilie im Grünen verfügt, hat diese in Zeiten des Lockdowns allerdings nicht unbedingt mehr genutzt. Nur jeder Fünfte ist komplett übersiedelt, 13 Prozent haben die Zeit überwiegend dort verbracht, rund ein Fünftel hat den Zufluchtsort einfach verstärkt genutzt.

Fragt man die Österreicher, was die Wunschvorstellung in puncto Zweitwohnsitz ist, zeigt sich schnell: Wasser steht hoch im Kurs. Der Top-Zweitwohnsitz liegt am Meer (40 Prozent), gefolgt von einem Wohnsitz am See oder Teich (36 Prozent). Die Hütte am Berg ist nur mehr für jeden Fünften das Nonplusultra, die Immobilie auf einer Klippe mit Meerblick ist für 18 Prozent der absolute Traum.

Für Österreich typische Landschaften und Örtlichkeiten sind ebenfalls nicht das, was sich die Österreicher unter ihrem Wunsch-Zweitwohnsitz vorstellen. Mit einer Hütte im Wald könnte man gerade 14 Prozent glücklich machen. Vom Bauernhof träumt nur rund jeder zehnte Österreicher, ein Haus nahe einer Skipiste ist gar nur für sechs Prozent erstrebenswert. Auch ein altes Schloss oder das Schrebergartenhaus (je sieben Prozent) stehen nicht weit oben auf der Wunschliste. Ebenfalls wenig gefragt sind laut Befragung Villen mit vielen Zimmern (acht Prozent) und Immobilien in angesagten Stadtvierteln (sechs Prozent).

Um sich den Wunsch vom Zweitwohnsitz zu erfüllen, sind manchmal Kompromisse notwendig. Wer könnte, würde sich am ehesten ein Grundstück kaufen und bauen, sobald das Geld reicht (43 Prozent). Ein verfallenes Haus auf dem Land zu kaufen und dieses selbst oder mit der Hilfe von Freunden herzurichten, das würde immerhin ein Fünftel der Befragten in Angriff nehmen. So weit zu gehen, eine abgelegene Immobilie ohne Strom und fließendes Wasser zu kaufen, können sich nur mehr acht Prozent vorstellen. Und rund 30 Prozent sehen es ganz nüchtern und verzichten lieber auf einen Zweitwohnsitz, bevor sie zu viele Kompromisse eingehen.

Aufgerufen am 17.09.2021 um 07:12 auf https://immo.sn.at/immo-ratgeber/aktuelles-trends/in-der-freizeit-ans-wasser-108735913

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