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Erstellung einer 360-Grad-Ansicht von Immobilien

Die 360°-Technologie hat sich in den letzten Jahren erfolgreich weiterentwickelt und auch in der Immobilienbranche etabliert. Bisher haben sich Makler und Privateigentümer bei der Erstellung des Exposé für eine Immobilie, vor allem einer detaillierten Textbeschreibung sowie Bildmaterial bedient. Doch beides stößt an ihre Grenzen.

So erstellen Makler und Eigentümer einen virtuellen Rundgang durch die Immobilie. SN/pexels
So erstellen Makler und Eigentümer einen virtuellen Rundgang durch die Immobilie.

Die Immobiliensuche kostet nicht nur Geld (dieser Teil kommt zum Glück erst am Schluss), sondern in erster Linie auch viel Zeit. Den Suchenden und jene, die das Immobilienobjekt am Markt anbieten. Makler und Eigentümer geben sich beim Exposé für Immobilien viel Mühe, doch trotz detaillierter Objektbeschreibung und Fotos, bekommen Interessenten dadurch nur einen begrenzten Einblick in die Räumlichkeiten. Um sich ein genaues Bild zu machen, sind reale Besichtigungen notwendig - und dies ist für Makler und Interessenten besonders zeitintensiv.


Des Weiteren kommt es nicht selten vor, dass die Fotos von besonders schlechter Qualität sind oder Räume nicht zur Gänze abgebildet werden. Dadurch ist die Größe und der Raumschnitt schwer einschätzbar und Interessenten fällt es damit schwer, die Wohnung oder das Haus zu visualisieren. Wer also online nach nach der Traumimmobilie sucht, der kann sich auf ein längeres Unterfangen gefasst machen. Doch nun greifen bereits einige Makler zur 360-Grad-Technologie und ermöglichen Interessenten damit eine virtuelle Besichtigung von zu Hause aus. Von überall und zu jeder Zeit können Wohnungssuchende einen Blick in die Immobilie werfen und einen virtuellen Rundgang starten - ganz legal.

360-Grad-Technologie macht eine Wohnungsbesichtigung von zu Hause aus möglich

Was versteht man unter der 360°-Technologie? Klären wir zu Beginn jene drei Methoden, die eine 360-Grad-Abbildung eines Raumes ermöglichen:

  • Panoramafotografie - sphärisches Panorama
  • 360° Einzelbilder
  • 360° virtueller Rundgang
Mit normalen Panoramaaufnahmen kann zwar ein breiter Winkel eingefangen werden, doch ein virtuelles Erlebnis bietet diese Variante nicht. SN/unsplash
Mit normalen Panoramaaufnahmen kann zwar ein breiter Winkel eingefangen werden, doch ein virtuelles Erlebnis bietet diese Variante nicht.


Einige kramen jetzt womöglich bereits das Smartphone heraus mit der Gewissheit, dass doch am Handy bereits eine Funktion vorinstalliert ist, mit welcher man problemlos 360°-Aufnahmen von einem Raum machen kann. Das stimmt, doch die Technik stößt hier schnell an ihre Grenzen. Panoramaaufnahmen stellen mit etwas Glück zwar den gesamten Raum in einem Bild dar, doch es gibt keine Möglichkeit der Navigation. Mit einem Panoramabild wird ein großer Betrachtungswinkel abgedeckt, doch für die Immobilieninteressenten vermittelt das Panoramabild nicht das Gefühl, direkt im Raum zu stehen, sich darin in alle Richtungen zu drehen und von Raum zu Raum bewegen zu können.

Mit professionellen 360°- Einzelbilder hingegen, haben Interessenten die Möglichkeit, Räumlichkeiten vollständig zu erkunden. Der gesamte Raum kann bis ins Detail begutachtet werden - so wie bei einer realen Begehung. Stellen Sie sich also vor, Sie stellen sich in die Mitte des Wohnzimmers und drehen sich einmal links um die eigene Achse, einmal rechts. Ihr Blick streift nach oben an die Decke und nach unten auf den Fußboden. Genau dieser Einblick wird mit 360°- Einzelbilder vermittelt - die Navigation erfolgt je nach Endgerät mit dem Finger oder mit wenigen Klicks. Die detaillierte Betrachtung eines Raumes - nur ganz entspannt von zu Hause aus. Am Desktop, mit dem Tablet oder dem Smartphone. Interessenten können so jederzeit und von überall einen Blick in Ihre Wunschimmobilie werfen.

In diesem Video ist eine ganzheitliche Betrachtung der Räume möglich. Die 360-Grad-Einzelbilder wurden zu einer Art 'Rundgang' zusammengeschnitten. Zwar kann der Blickwinkel innerhalb der Räume verändert werden, doch eine freie Navigation durch alle Räumlichkeiten, ist hier nicht gegeben.


Bei interaktiven, virtuelle Rundgängen, werden die 360° Einzelbilder zu einem ganzheitlichen Rundgang verknüpft. Wohnungssuchende können gemütlich von zu Hause aus, frei durch die Räume navigieren und somit schnell entscheiden, ob sie eine reale Besichtigung wünschen oder nicht.
Wie ein ganzheitlicher virtueller Rundgang aussehen kann, zeigt das Team Rauscher aus Salzburg.

Wie werden professionelle 360°-Bilder von Makler gemacht?

Um eine lückenlose 360°- Ansicht zu gewährleisten, ist eine sogenannte omnidirektionale Kamera notwendig. Diese nimmt Bilder aus allen Himmelsrichtungen, vertikal und horizontal, auf und ermöglicht damit einen vollständigen Rundumblick. Man findet solche Kameras auch unter der Bezeichnung Vollsphärenkamera oder 360°-Kamera.

Was kostet eine 360°-Kamera?
Der Preis kann stark variieren. Es gibt mittlerweile auch 360°-Kamera-Aufsätze für Smartphones, doch hier gibt es große Qualitätsunterschiede.

So gibt es zum Beispiel die Insta360 Nano Kamera, welche sich ganz einfach mit dem iPhone verbinden lässt. Die Kosten belaufen sich hierbei auf ca. 240 Euro. Eine relativ kostengünstige Variante, um selbst Bilder zu produzieren und den Interessenten mit einem 360°-Rundumblick einen Mehrwert zu bieten.
Mit einem Budget von ca. 250 Euro, kann eine Vollsphärenkamera von Ricoh erstanden werden. Mit ihr können Makler selbst 360°-Bilder und Videos erstellen, die eine Rundumsicht ermöglichen und sich in alle Richtungen bewegen lassen. So kann die Perspektive, aus welcher die Räumlichkeiten der Immobilie betrachtet werden soll, von den Interessenten zu Hause frei gewählt werden.

Nach oben hin gibt es preislich keine Grenze, so hängt die Wahl der richtigen 360°-Kamera stark von den finanziellen Ressourcen ab. Wer sich ausführlicher zu einzelnen 360°-Kameras informieren möchte, findet hier nähere Informationen.


Wie werden aus Einzelaufnahmen virtuelle Immobilienrundgänge?
Damit Wohnungssuchende von zu Hause aus durch die einzelnen Räume der Immobilie navigieren können, müssen die 360°-Einzelaufnahmen im Optimalfall miteinander verbunden werden. Wer die Aufnahmen selbst produziert, kann online Tools nutzen um einen Rundgang zu erstellen. Zum Beispiel ogulo.com - das Tool kann kostenfrei getestet werden. Danach gibt es verschiedene Leistungspakete mit einer Laufzeit von 12 - 24 Monaten. Auch das online Tool magicplan kann dabei unterstützen, 360°-Aufnahmen zu einem virtuellen Rundgang zusammenzustellen.

Aufgerufen am 29.03.2020 um 02:01 auf https://immo.sn.at/immo-ratgeber/aktuelles-trends/erstellung-einer-360-grad-ansicht-von-immobilien-85279672

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