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Büroalltag: Alles bleibt anders

Die Pandemie beschleunigt den Wandel im Büroalltag. Homeoffice und Firmenflächen werden künftig eine neue Symbiose eingehen.

Bene hat das Bürokonzept „The Core“entwickelt und als Testfläche in Frankfurt auch Besuchern geöffnet.  SN/BECKER LACOUR - Olaf Becker
Bene hat das Bürokonzept „The Core“entwickelt und als Testfläche in Frankfurt auch Besuchern geöffnet.

Wie muss ein Büro aussehen, um während der Pandemie zu funktionieren, und noch viel wesentlicher: Wie wird ein funktionierendes Büro nach der Pandemie aussehen? Mit "The Core" stellte kürzlich der internationale Büroexperte Bene nicht nur ein Konzept für diese beiden wesentlichen Phasen vor, sondern tritt im Herzen Frankfurts am Main mit einer für die Öffentlichkeit zugänglichen Testfläche den Beweis für die Funktionsfähigkeit an.

Die Zukunft der Arbeitswelt

"Die Art und Weise, wie wir das Büro heute und morgen sehen, hat sich unter dem Einfluss der globalen Coronapandemie verändert", erklärt Michael Fried, Geschäftsführer für Sales, Marketing & Innovation bei Bene. Die aktuellen Beobachtungen, Herausforderungen und Chancen in Bezug auf die Zukunft der Arbeitswelt fasst Bene in drei Punkten zusammen:
Das Offensichtliche: Aufgrund der Pandemie müssen Büros umgestaltet und angepasst werden, um den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu entsprechen, damit sich Menschen am Arbeitsplatz wohlfühlen. Nur so können sie weiterhin produktiv arbeiten. Es müssen Bürokonzepte entwickelt werden, die diese Bedürfnisse erfüllen.

Die höhere Geschwindigkeit:
Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung und die Art und Weise, wie im Umfeld von Remote-Work (Fernarbeit von jedem beliebigen Ort aus, Anm.) gearbeitet wird, haben sich durch die globale Pandemie wesentlich beschleunigt - und das schneller als zuvor gedacht. Zusammenarbeit, Austausch und die Frage nach dem Sinn und Zweck der Arbeit rücken mehr in den Fokus und werden speziell in der Zeit nach der Pandemie an Bedeutung gewinnen.

Der große Stresstest
Derzeit läuft der größte Stresstest für das Konzept von Remote-Work und Homeoffice. Auch wenn dieser nicht freiwillig stattfindet, so zeigt sich, dass das Arbeiten von zu Hause aus grundsätzlich funktioniert, aber auch, was außerhalb des Büros fehlt. Hier bedarf es neuer Sichtweisen. Der Face-to-Face-Austausch mit Kollegen fehlt und die Zusammenarbeit auf Distanz stellt Unternehmen ebenso wie Mitarbeiter vor neue Herausforderungen. Zudem ist Homeoffice nicht immer und überall möglich.

Auswirkungen auf die Bürogestaltung

Die Unternehmen machen derzeit die Erfahrung, dass diese neue Art des Arbeitens als Ersatz für das Einzelbüro funktionieren kann. Dies hat zwangsläufig Auswirkungen auf die Nutzungskonzepte und die Gestaltung von Büroflächen der Zukunft. Remote-Work und Homeoffice bleiben als integraler Bestandteil der Bürolandschaft auch nach der Pandemie relevant. Gleichzeitig wird das Büro in seiner zentralen Bedeutung bestärkt. Mehr denn je wird das Büro zum sozialen Mittelpunkt von Unternehmen.

Das Büro ist der physische Kern der Organisation, das Herz eines Unternehmens. Wie in einem Hafen kommen hier Menschen, Ideen, Konzepte und Projekte zusammen. Es gibt Raum für spontane soziale Interaktion, die das Saatgut für viele kreative Ansätze, Innovationen und Beziehungen ist. Für kollaborative und agile Arbeit ist ebenso Platz wie für "Shared Management" und fluide Führung.

Das Büro macht als identitätsstiftender Ort die Werte und die Corporate Identity eines Unternehmens erlebbar. Dazu gehört insbesondere die Kultur, die den Kern des Unternehmens bildet und die Organisation im Herzen - im "Core" - vereint.

Bild: SN/bene
Wir haben als erster Hersteller eine tatsächliche Testfläche geschaffen.
Patricia Möckesch, Bene Büromöbel

"The Core" von Bene ist eine reale Testfläche mitten in Frankfurts Innenstadt - live und analog erlebbar. "Wir sind der erste Hersteller, der nicht nur ein Konzept zu diesem zukunftsweisenden Thema vorlegt, sondern eine tatsächliche physische Testfläche geschaffen hat", unterstreicht Patricia Möckesch, Product und Innovation Ambassador bei Bene. So entstand ein bisher einmaliger Office-Prototyp für das Arbeiten in und nach der Pandemie. Die Arbeitswelt muss sich jetzt unter Einhaltung aller notwendiger Hygiene- und Schutzmaßnahmen bestmöglich auf die Rückkehr der Mitarbeiter vorbereiten. Dies beginnt am Terminal beim Check-in mit einem Temperatur-Scan und einer Besuchsdokumentation zur DSGVO-konformen Kontaktnachverfolgung. Sobald der Bildschirm nach der Temperaturmessung, der Registrierung und der kontaktlosen Händedesinfektion grünes Licht gibt, führt ein Leitsystem den Besucher an einen zuvor ausgewählten und gereinigten Arbeitsplatz. Die Abstände zwischen den Arbeitsplätzen sind entsprechend gestaltet und werden zusätzlich durch mobile Raumteiler gegliedert.

"Die wichtigste neue Spielregel für das Miteinander im Büro heißt Social Distancing. Für uns ist das Büro ein sozialer Ort, der von Austausch und Interaktion lebt. Deshalb sagen wir: Physical Distancing to stay social", erklärt Michael Fried. "Bei der Konzeptentwicklung ging es deshalb darum, die richtige Harmonie zwischen Distanz und Nähe zu schaffen."

Mit einem Mix aus neuen Technologien und einem flexiblen Raumkonzept versucht "The Core" Wohlfühlatmosphäre, Interaktion und Sicherheit miteinander zu verbinden. Mit dem Fokus auf "User Experience" hat Bene im Austausch mit Experten wie Giulio Castegini von Drees & Sommer, Norman Kustos von neotares Consult und Iulia Patricia Manea von Holger Meyer Architektur diese jetzt in Frankfurt zu besichtigende ganzheitliche und zeitgemäße Bürolandschaft entwickelt und umgesetzt. "Diese wird auch nach der Pandemie nicht an Relevanz verlieren", ist Michael Fried überzeugt: "Denn die Arbeits- und Bürowelt befindet sich im Wandel. So gehört Remote-Working bereits für viele Menschen zum Berufsalltag."

Gleichzeitig verlieren klassische Arbeitsmodelle wie "Nine-to-Five" an Bedeutung. Ob im Café, im Park oder zu Hause - globale Netzwerke und moderne Arbeitsverhältnisse verändern die Zusammenarbeit, was sich auch im Büroalltag widerspiegelt. "Begegnungs- und Kommunikationszonen gewinnen im Büro an Bedeutung", unterstreicht Fried einen nun beschleunigten Trend: "Das Büro bietet Raum für Ideen und Möglichkeiten und ist Innovationsmotor. Mit dem Fokus auf Teamwork und weniger Einzelarbeit."

6 Zonen für Kreativität und Wohlgefühl

Mit einer Balance aus offener Raumstruktur und geschützten Arealen schafft "The Core" den Spagat zwischen Coronadistanz und Teamwork, sodass sich die Menschen gut aufgehoben fühlen und gleichzeitig kreativ arbeiten können.

Dafür wurden sechs Zonen konzipiert:
Der Lounge-Bereich für informelle Gespräche in entspannter Atmosphäre, die Recreation-Zone für den Rückzug sowie ein Touchdown-Workplace für temporäres Arbeiten. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf Kommunikation und Zusammenarbeit. Neben dem Teamworkspace und einem informellen Meeting-Bereich ermöglichen weitere Bereiche spontane Stand-up-Meetings und sorgen - im Zusammenspiel mit dem Idea Lab als flexible Workshop-Fläche, die auch gemietet werden kann - für einen optimalen Austausch.

Bei der Gestaltung der Fläche wurde darauf geachtet, dass eine größtmögliche Flexibilität gewährleistet bleibt. "Das Büro ist ein lebendiger Organismus, der sich ständig modifiziert und kontinuierlich an wandelnde Strukturen sowie aktuelle Prozesse eines Unternehmens oder Teams anpasst", ergänzt Expertin Möckesch: "Planungs- und Raumkonzepte sind daher regelmäßig zu hinterfragen."

Moderne Bürokonzepte zeichnen sich durch mehr Gemeinschaftsflächen aus, die flexibel genutzt werden können und sich den vielfältigen Anforderungen problemlos anpassen. "Der Stellenwert des Büros als Dreh- und Angelpunkt für Information, Unternehmenskultur und soziales Miteinander nimmt zu", erklärt Michael Fried. "Büros müssen Sicherheit, Orientierung und Vertrauen vermitteln, um auch zukünftig inspirierende Orte der Begegnung und des Gestaltens zu sein."

Aufgerufen am 18.01.2021 um 12:41 auf https://immo.sn.at/immo-ratgeber/aktuelles-trends/bueroalltag-alles-bleibt-anders-97883896

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